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Wollsorten

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Nachfolgend habe ich einige Wollsorten aufgelistet, mit denen ich bereits gearbeitet habe. Zu den einzelnen Sorten habe ich aufgeführt, wozu diese Wollarten aus meiner Sicht verwendet werden können.

Französisches Landschaf

Die Wolle vom Französischen Landschaf eignet sich sehr gut für Anfänger. Sie hat eine grobere Struktur, filzt sehr gut und dicht und ist recht formstabil. Geeignet ist diese Wollsorte für strapazierfähigere Filzobjekte, wie Sitzkissen oder Schuhe.

Gotland

Gotlandwolle gibt es zum einen vom ausgewachsenen Gotlandschaf und andererseits vom Gotland Lamm. Die Wolle vom ausgewachsenen Gotlandschaf ist eine feste Wolle mit weicher Unterwolle und längeren Grannenhaaren. Diese arbeiten sich beim Filzen heraus und ergeben dadurch eine "haarige" Oberfläche. Diese Eigenschaft kann bewusst bei der Oberflächengestaltung eingesetzt werden. Gotlandwolle vom ausgewachsenem Schaf muss lange gewalkt werden, damit sie gut filzt und einen dichten Filz ergibt. Gotland Lammwolle ist hingegen weich und filzt sehr gut. Hier ist die Oberfläche glatter, da in dieser Wolle noch keine längeren Grannenhaare enthalten sind. Interessant sehen Schalen und Taschen aus, die mit einem Anteil an Gotlandwolle gefilzt wurden.

Kap Merino

Kap Merinowolle ist nach meiner Ansicht die beste Wolle, um Gefäße jeder Art herzustellen. Sie ergibt einen sehr festen und formstabilen Filz mit einer sehr glatten Oberfläche. Ich benutze diese Wolle neben der Herstellung von Gefäßen auch zum Herstellen von Schmuck.

Lausitzer Mischwolle

Lausitzer Mischwolle habe ich bisher zur Herstellung von Westen verwendet. Sie filzt gut und ergibt einen dichten Filz. Gut geeignet ist diese Wolle auch für Sitzkissen oder Schuhe.

Merino

Merinowolle gehört wohl zu den beliebtesten Wollsorten unter Filzern. Diese Wolle gibt es in unterschiedlichen Feinheitsgraden. Besonders feine Merinowolle, wie die Austral Merinowolle, eignet sich sehr gut, um Bekleidung oder Taschen zu filzen. Sehr gut eignet sie sich auch zum Nunofilzen. Austral Merino gibt eine sehr feine und feste Oberfläche und schrumpft zudem sehr gut. Merinowolle mit mittlerem Feinheitsgrad (ab 22mic), wie beispielsweise Neuseeland Merino, Spanisches Merino oder Südamerika Merino filzt ebenfalls sehr gut und weist eine feine Struktur auf. Geeignet ist diese Wolle zum Beispiel für Taschen, Sitzkissen, Gürtel oder Hüte. Gern verwende ich diese Wolle auch für Muster und für die Oberflächengestaltung von Objekten.

Shetland

Shetlandwolle ergibt ebenfalls einen dichten Filz. Sie besteht aus längeren Haaren, die sich durch andere Wollarten durcharbeiten und eine unebenere ("haarige") Oberfläche erzeugen. Geeignet ist Shetlandwolle für Gefäße, Taschen oder auch Sitzkissen.

Steinschaf

Die Steinschafwolle ist eine etwas grobere Wolle, die allerdings sehr schnell filzt und einen schönen stabilen Filz ergibt. Ich benutze sie bisher für Steckenpferde. Diese müssen zum Spielen tauglich und entsprechend robust sein. Schon beim Filzen der Wolle finde ich, dass sich die Oberfläche ähnlich anfühlt, wie wenn man ein Pferd streichelt. Also wirklich die passende Wolle.

Wensleydale

Diese Wolle eignet sich hervorragend, um durchscheinende transparente Objekte zu gestalten. Die Wolle lässt Licht sehr gut durch und gibt den Objekten durch ihre Struktur ein sehr interessantes Aussehen. Ich benutzte Wensleydalewolle für meine Leuchtobjekte und Lampen. Durch batteriebetriebene Teelichter können die Leuchtobjekte von innen beleuchtet werden.

Zackelschaf

Zackelschaf habe ich bisher nur als Rohwolle verarbeitet. Diese Wolle ist ebenfalls eine eher grobere Wolle. Die Wolle filzt sehr schnell und sehr gut. Das Besondere an dieser Wolle sind die wirklich langen Locken, die diese Schafrasse hat.

Zackelschaf
Von Stefanse, via Wikimedia Commons
 
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